Skip to Content

Bericht vom 57. IUG Workshop in Wiesbaden

(german content)

Am 26.05.2011 fand in Wiesbaden der 57. Workshop der deutschen Informix User Group (IUG) statt. Planung und Ablauf des Workshops waren wie immer vorbildlich. Vielen Dank an Herrn Alvarez von der IUG Verwaltung und den Mitarbeitern der ORDIX AG hierfür !

Ein ganz besonderes Dankeschön möchte ich im Namen der Informix-Gemeinde an meinen Vorstandskollegen Wolfgang Kögler und sein Team richten. Wolfgang ist Vorstandsvorsitzender der ORDIX AG, die uns freundlicherweise Räumlichkeiten für unseren Workshop zur Verfügung gestellt hat. Neben der Lokation wurden auch das Catering sowie der am Vorabend stattgefundene Stammtisch grosszügigerweise von der ORDIX AG übernommen.

Vielen Dank !

Hochverfügbarkeit und Lese-Skalierung mit MACH11

Die Themen des Workshops deckten ein breites Spektrum ab. So berichtete mein langjähriger Informix-Weggefährte Peter Ritter von einem spannenden Projekt in dem die MACH11-Technologie von Informix in einem unternehmenskritischen Bereich zum Einsatz kommt. Sein Vortrag war sehr praxisorientiert und man merkte Peter seine langjährige Erfahrung im Informix-Umfeld - vor allem was das Thema Replikation betrifft - an. Peter gab hilfreiche Tipps und Anstösse wie sich in Informix vorhandene Funktionalitäten (z.B. Mirroring, direkter Zugriff auf Raw Devices) nutzen lassen, um Lizenzkosten im Bereich Volume- und/oder Cluster-Manager zu sparen.

Datawarehousing mit Informix

Im Anschluß widmeten wir uns dem Thema Data Warehouse. Hier berichtete Herr Werner Wellmann von der Ordix AG über das SQL Warehousing Tool und seine Einsatzmöglichkeiten. Direkt hinterher folgte der Vortrag von Herrn Sandor Szabo (Informix Entwicklung München) zum neuen "Killer-Produkt" der IBM:

IWA - Informix Warehouse Accelerator

Gerne wird in diesem Zusammenhang auch die deutsche Abkürzung UWE verwendet. UWE steht für Ultimate Warehouse Edition und besteht aus einer Informix Ultimate Edition, dem IWA sowie dem Compression-Feature.

Beim IWA handelt es sich um eine In-Memory-Lösung, die den Zugriff auf Daten im Data Warehouse um viele Faktoren beschleunigt. Für die Applikation ist dies völlig transparent, denn diese verbindet sich nach wie vor direkt mit dem Informix Datenbankserver. Stellt Informix fest, dass die jeweilige
Query mit Hilfe des Accelerators beschleunigt werden kann, so wird die Abfrage transparent an den auf einer Linux 64-Bit Plattform laufenden Accelerator weitergeleitet. Nach erfolgreicher Abarbeitung, die selbst bei großen Datenmengen i.d.R. im Sekunden-Bereich liegt, wird das Abfrageergebnis an Informix zurückgegeben und transparent dem Benutzer bzw. der Applikation zur Verfügung gestellt.

Falls Sie auch für den Informix Datenbankserver auf Linux 64-Bit setzen, kann der IWA wahlweise auf der gleichen Maschine oder einer zusätzlichen Maschine installiert werden. Verwenden Sie eine andere Datenbank-Plattform als Linux 64-Bit, muss der IWA zwingend auf einer zweiten Maschine installiert werden, da er nur auf Linux 64-Bit lauffähig ist. Der IWA ist für die Multicore-Umgebungen optimiert und nutzt spezifische Prozessor-Fähigkeiten aus, um eine besonders schnelle Abfragegeschwindigkeit zu gewährleisten. Neben der vertikalen Skalierung wird es in Zukunft auch mögich sein horizontal zu skalieren. Bereits jetzt können mehrere IWA's gleichzeitig betrieben werden, in der nächsten Version kann ein einziger IWA dann auch verteilt auf mehreren
Maschinen (i.d.R. Blades) laufen.

Die im Rahmen des Betatests von Kunden erzielten Performance-Steigerungen sind absolut beeindurckend. Von Faktor 30 bis 1000 reichen die gemeldeten Verbesserungen. An diesen Zahlen merkt man, dass es sich hier um einen Quantensprung handelt. Mit dieser Technologie dürften traditionelle
Warehouse-Anbieter wie NCR Teradata oder auch IBM's eigenes DB2 mit DPF (Dynamic Partitioning Feature) es in Zukunft schwerhaben. Auch das kostspielige Oracle Exadata dürfte schon bald den heissen
Atem von Informix UWE spüren.

Weitere Informationen zum Informix Warehouse Accelerator finden Sie hier:

Die IUG über sich

Nach vielen interessanten Gesprächen während der Mittagspause eröffnete unser Vorsitzender Dr. Aspiazu in gewohnt erfrischender Form den Nachmittag mit einem Vortrag zur IUG. Im Rahmen des Vortrags wurden auch zwei nette Videos gezeigt:

IBM Informix Promotion Video

IBM's 100. Geburtstag

Cloud Computing mit Amazon Web Services

Im Anschluss daran folgte aus meiner Sicht das Highlight des Tages. Mit Herrn Carlos Conde (Technical Evangelist, Amazon Luxemburg) durften wir einen erstklassigen Vortragenden zum Hypethema Cloud Computing begrüssen. In seinem Vortrag beschrieb er die Vorteile des Cloud Computings und im speziellen der Amazon Plattform. Für viele war das Thema sicher neu und die Menge an Informationen nur schwer zu verdauen. Es wurde jedoch schnell klar wie umfangreich und leistungsfähig die von Amazon vermietete IT Infrastruktur bereits jetzt ist. Die Rechenzentren sind weltweit über 4 geografische Regionen verteilt (US East, US West, Europe, Asia) und innerhalb dieser Regionen existieren mehrere sog. Availability Zones. Dabei handelt es sich um
eigenständige, physikalisch getrennte Rechenzentren.

Hier wurde schnell klar wie gut die ausgefeilte Informix Replikations-Technologie mit Flexible Grid und MACH11 in diese verteilte Architektur hineinpasst. Mit Informix 11.70 ist es auch möglich ontape-Backups einer lokalen Informix-Instanz direkt in Amazon S3 (Simple Storage Service) abzulegen und sich auch beim Restore direkt aus der Clould zu bedienen.

Ein Überblick zu den zentralen AWS (Amazon Web Services) Diensten wie EC2 (Elastic Compute Cloud) und S3 (Simple Storage Service) rundeten das positive Bild ab. Mehr Informationen zu der von Amazon angebotenen Cloud Infrastruktur und den darauf aufbauenden Services findet man hier:

Speziell EC2 (virtualisierte Maschinen) und S3 (hochverfügbarer Datenspeicher) dürften unter anderem aus Informix-Sicht interessant sein. Hierzu gibt es weitere Informationen auf diesen Seiten:

Wer mehr zum Thema Informix in der Cloud erfahren möchte, kann sich hier informieren:

Informix auf Linux

Einige Veteranen in der Informix-Gemeinde können sich sicherlich noch an die
lustigen Informix-Poster mit Hasen und Igeln mit den markanten Sprüchen wie "Unix ohne Informix is nix" oder "Informix fix bei Unix" erinnern. Diese waren in den 90er Jahren in zahlreichen IT Büros zu finden und haben sich in vielen Köpfen eingeprägt. Das zeigt einmal mehr, dass man mit guten Ideen und ohne grosse finanzielle Aufwände durchaus Aufmerksamkeit und Visibilität für ein Produkt erzeugen kann was zuweilen der grossen IBM leider nach wie vor schwerfällt (:-

Ja, der Ursprung von Informix ist Unix und Informix war auch eine der ersten verfügbaren kommerziellen Datenbanken unter Linux, dem legitimen Nachfolger von Unix, siehe:

Karl Ostner von der IBM Informix Entwicklung in München kann auf eine langjährige Erfahrung in diesem Bereich zurückgreifen. In seinem vortrag berichtete er über empfehlenswerte Konfigurations-Einstellungen auf Linux-
und Informix-Seite sowie Monitoring-Möglichkeiten unter Linux.

Nach meinen Erfahrungen nimmt Linux immer mehr Fahrt im Enterprise-Bereich auf. Es ist mittlerweile fester Bestandteil in den Rechenzentren selbst großer, eher konservativ eingestellter Unternehmen. Auch viele Cloud Computing Anbieter setzen auf virtualisierte Linux-Systeme als Infrastruktur-Basis. Hier würde ich mir von IBM wünschen, dass das Plattform-Angebot für die Informix-Choice-Edition (z.Zt. Windows und MAC) auf Linux ausgeweitet wird. Bei allem Respekt, aber der MAC im Serverbereich ist lediglich eine Nische ohne grosse Zukunftsaussichten aus meiner Sicht. Es würde mehr Sinn ergeben, Informix unter Linux zu pushen !

Weitere Informationen zu Informix unter Linux finden Sie unter anderem hier:

Informix Flexible Grid

Im letzten Vortrag des Tages berichtete Gerd Kaluzinski von IBM über die vielfältigen Replikations-Möglichkeiten von Informix insbesondere der mit Informix 11.70 verfügbaren Flexible-Grid-Architektur.

Gerd zeigte im Rahmen einer Livedemo wie man auf elegante Weise mit Hilfe eines Rolling Upgrades eine Migration auf eine neue Informix-Version ohne nennenswerte Downtime durchführen kann. Durch das unkomplizierte Aufsetzen einer HDR-Umgebung und die mittlerweile automatische Konvertierung in eine ER Update Anywhere-Pärchen, lässt sich das Ganze in nur wenigen Schritten realisieren.

Weiterführende Informationen zum Thema Flexible Grid findet man in diesem IBM Redbook:

Weitere Infos...

Sämtliche Vorträge sowie Weitere Fotos vom Workshop sehen auf den Seiten der Deutschen IUG zum Download bzw. zum Ansehen zur Verfügung:

Unser nächster IUG Workshop findet im Oktober (42. KW) in Hamburg statt. Themen-Schwerpunkte dieses Workshops sind unter anderem:

Applikationsentwicklung, Informix als Backend von Business-Lösungen

Falls Sie noch kein IUG-Mitglied sind, sprechen Sie uns an !

Erfahren Sie die vielen Vorzüge, die Sie als Mitglied nutzen können. So gewährt unter anderem die ORDIX AG einen 15% Rabatt auf alle Schulungen (nicht nur Informix), für Mitglieder der Deutschen IUG. So haben Sie den IUG-Mitgliedsbeitrag ruckzuck kompensiert und geniessen die zusätzlichen Vorteile einer Mitgliedschaft.

Nur gemeinsam sind wir stark und können Einfluss auf IBM hinsichtlich der weiteren Entwicklung und Vermarktung von Informix nehmen.

Vielen Dank !

Copyrightblog |